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Leben, Sehen, Darstellen Dienstag, den 27. Juni 2000, 20.00 Uhr Prof. Dr. Rudolf Behrens Emile Zola verwickelt in LOeuvre seinen Maler-Protagonisten Claude in ein Drama: Bei seinem Bemühen, eine Malerei durchzusetzen, die das Sichtbare im Licht der puren Natur als das darstellt, was es ist, konzipiert Claude den Schaffensakt als männlich markiertes Begehren, das im Dargestellten, der weiblich markierten Natur, seine Erfüllung sucht. Die Kunst, die so in der Allegorie der sexuellen Inbesitznahme erscheint, rächt sich allerdings an dem schwachen (unmännlichen) Künstler: Er verliert im doppelten Sinne das Leben. Der Romanist Professor Dr. Rudolf Behrens lehrt seit 1989 an der Ruhr-Universität Bochum; seine Hauptarbeitsgebiete sind: Poetik und Rhetorik der Frühen Neuzeit, Historische Anthropologie, Roman des 18. Jahrhunderts, Geschichte der Imagination, französische und italienische Literatur der Moderne. Eintritt: |
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