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La vie moderne: Edouard Manet Donnerstag, den 8. Juni 2000, 20.00 Uhr Prof. Dr. Monika Steinhauser Parallel zu den schriftstellerischen Bemühungen von Zola und Baudelaire versuchte auch Edouard Manet, mit seinen Gemälden ein Bild des modernen Lebens zu entwerfen. Wie ein Flaneur fing er beiläufig, distanziert und scheinbar absichtslos die Zeichen seiner Zeit ein und zeigte die Aufsplitterung des menschlichen Individuums in verschiedene soziale Rollenfiguren auf. Freilich war dieses Bekenntnis zur Modernität durch glossierende Zitate der "alten Meister" kunsthistorisch gefiltert. Manet hielt seinen im Historismus schwelgenden Zeitgenossen einen Spiegel vor und konterkarierte mit seinen in ein aktuelles Idiom übersetzten Paraphrasen der Alten die Camouflagen der offiziellen Salonmalerei, die die gesellschaftlichen Verhältnisse nur verdeckten. Die Kunsthistorikerin Professor Dr. Monika Steinhauser war von 1972 bis 1983 Kunstkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Sie habilitierte an der Universität Hamburg, war Fellow am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung in Bielefeld, am Wissenschaftskolleg in Berlin und am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Seit 1991 lehrt Frau Prof. Steinhauser Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Eintritt: |
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