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"Früchte aus Farbe und Licht" titelten die Ruhr Nachrichten folgenden Artikel (Auszüge) am 27. Mai 2000: |
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Schuch verdient Aufmerksamkeit, weil er einen etwas anderen Weg des Ausdrucks gefunden hat, der irgendwo zwischen Deutschland und Frankreich verläuft. Zum Vergleich könnte man sich z.B. Arbeiten von Leibl ansehen, den Schuch gut kannte, und ganz besonders von Adolf Menzel - dort, wo er den Blick vom Alten Fritz wendet und überhaupt vergisst, dass er Preuße ist. Aller Anfang ist Courbet (geb. 1819). Hier nicht der Romantiker, der schöne Frauen malte, sondern der Landschafter. Drei Maler, die in vergleichbarer Nähe hängen, zeigen die sich ändernde Auffassung vom Malerei. "Schleuse im Tal von Optevoz" (um 1855) ist ein Bild aus einem Guss, vollständig in sich ruhend und stimmig, wirklich und Traum zugleich, greifbar und dennoch reine Stimmung, ganz Gefühl. "Winterlandschaft bei Ornans" (rund zehn Jahre später) ist wilde Farbe - unglaublich stark. Licht ist dabei ein Mittel zu sehen und zum Akzentuieren. Manet (geb. 1832) malt mit den Augen. Seine Bilder, Stillleben wie Landschaften, fordern die Hände des Betrachters nicht heraus, auch wenn man sich nicht sattsehen kann. Manets Bilder lassen meist irgendwo eine echte Sonne vermuten. Cézanne (geb. 1839) glaubt affenbar an "das Ding an sich", das hinter der Erscheinung steht. Seine Bilder, so flach sie komponiert sind, lassen stets eine Wirklichkeit erkennen, die nicht völlig mit der erlernten, konventionellen übereinstimmt. Dennoch sind seine dargestellten Objekte in ungewöhnlicher Weise "greifbar", sind kompakt, nicht nur der Konturierung wegen. Und die Farbe wirkt wie eine das Ding umspielende Musik aus strahlendem Licht. [...]" |
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