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Die Bewegung fand in Deutschland Anhänger wie Leibl, Trübner, Liebermann, Corinth und einige mehr, die sich von der restriktiven Kunstpolitik unter Wilhelm II. nicht davon abhalten ließen, die neue Sehweise zu übernehmen. Sie konnten sich vom Gegenstand und den erzählenden, historisierenden Inhalten lösen und konzentrierten sich auf ihre reale Umwelt und auf die Wiedergabe des gewonnenen Eindrucks in seiner tatsächlichen Augenblickswirkung.

Cézanne gilt als unmittelbarer Wegbereiter der gegenstandsfreien Malerei, obwohl er in der Schilderung der Dinge ein genauer Beobachter war. Sein Erleben der Dinge, die er sah und wiedergab, floß in die Darstellung mit ein und wirkt in ihr fort: »Avec une pomme je veux etonner Paris!« (Mit einem Apfel werde ich Paris in Erstaunen versetzten ! Cézanne 1894).
Dies verbindet sein Werk in besonderer Weise mit dem Manets, dessen bekanntes »Spargelbündel« wie ein Sinnbild des Spargels wirkt - um nur ein Beispiel zu nennen. Mit dieser Eigenschaft, die geringsten Dinge ernst zu nehmen, sind speziell diese beiden Maler Entdecker eines neuen Sehens.

Die Malerei Manets wurde von Zola »peinture pure« genannt. Obwohl sich die kunsthistorische Forschung unserer Tage wieder verstärkt dem Inhalt seiner Werke zuwendet, soll diese Ausstellung den damals gefundenen Begriff anhand der Stilleben und Landschaften untersuchen. Er ist weniger ein naiver als ein präziser Begriff einer komlexen Entwicklung. In der Konzentration auf die reine Malerei enstand bei Cézanne wie auch bei Manet eine neue Ordnung der Dinge, die in ihrer ungeschminkten Einfachheit sogar eine politische Bedeutung gehabt haben mag.

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