|
Vor allem Cézanne und Schuch erfinden immer neue Kombinationen ihrer Gegenstände. Immer wieder bildet ein weißes Tuch die Unterlage, Kontrast und Abgrenzung. Der Hintergrund bleibt meist einfarbig, wobei Cézanne in seinen späteren Bildern alles Schwarz vermeidet und Schuch dagegen »ganz aus dem Dunkel arbeitet«, einem betonten Hell-Dunkel, das aus seiner Bewunderung der holländischen Malerei abgeleitet ist. Auch in seinen letzten Bildern herrscht, trotz aufgehellter Palette noch dieses tiefe Dunkel, für das er alle Formen von Schwarz und die tiefsten Braun-Töne verwendete. Besonders liebte er das »Elfenbeinschwarz«, das immer wieder in den Farb-Notationen seiner Tagebücher auftaucht. Der Blick, der sehr freie Umgang mit der Perspektive und die Vereinfachung der Umgebung gehören zur Methode aller drei Maler. Besonders die »Vier Äpfel« Manets, das Apfelstilleben von Schuch in der Morat-Sammlung, Cézannes »Stilleben mit Birnen« in Köln führen diese Auffassungen exemplarisch vor. Brett/Tisch, weißes Tuch und der Früchteteller bilden eine harmonische, in sich geschlossene Einheit. So unterschiedlich ihre Persönlichkeiten waren, so unterschiedlich und eigenständig ist das Werk eines jeden. Holten sie sich Anregungen voneinander oder aus vergangenen Epochen der Kunst, so diente dies allein dem Zweck, eigene Visionen zu verwirklichen. Sie alle glaubten an einen eigenen Weg und rangen sichtbar um ihr Ziel. Keiner dachte daran, Konzessionen an andere Stilrichtungen oder Einflüsse zu machen. Hierin sind sie gleich, in allem anderen letztlich doch verschieden.
|
|||||||||||||||