Ausstellung Presse Veranstaltungen Biographien info Anreise Katalog home

Biographien    
 

Paul Cézanne
 (1839 - 1906)

 

Edouard Manet
 (1832 - 1983)

Carl Schuch
 (1846 - 1903)

 

Carl Schuch

Carl Schuch1846 wird Carl Eduard Schuch am 30. September in Wien im elterlichen Gasthof in der Leopoldvorstadt geboren. Zwei Jahre nach seiner Geburt stirbt seine Mutter. Nach dem Tod des Vaters, 1851, übernimmt dessen Schwester Susanna die Erziehung des Jungen und der älteren Schwester. Das durch Errichtung von Kaffeehäusern erworbene elterliche Vermögen sichert Schuch zeitlebens materielle Unabhängigkeit.

1865 geht er an die Wiener Akademie und ist dort zwei Jahre lang Schüler von Karl Wurzinger und Karl Mayer.

1867 tritt er in die Lehre bei Ludwig Halauska ein und unternimmt mit diesem mehrere Studienreisen, um vor der Natur zu malen

1869 stirbt Schuchs Schwester Pauline an einem Lungenleiden. Dieses Ereignis nimmt Schuch zum Anlaß, seine Lehrzeit zu beenden, Wien zu verlassen und sich auf eine Reise durch halb Europa zu begeben. Zunächst reist er zusammen mit dem Maler Albert Lang für ein Jahr nach Italien und besucht Venedig, Florenz, Sizilien, Rom und Olevano.

1871 geht er nach München. Er lernt mit Wilhelm Trübner und Wilhelm Leibl zwei wichtige Freunde und künstlerische Vorbilder kennen.

1872 beziehen Trübner und Schuch ein gemeinsames Atelier in Rom.

1871 trifft Schuch wieder an der Casa Baldi in Olevano ein, im Sommer darauf begibt er sich nach Hintersee bei Berchtesgaden, wo er Karl Hagemeister, seinen späteren Biografen, kennenlernt. Im September reisen die beiden nach Wien, dann nach Dresden. Hier sieht er zum ersten Mal Werke von Delacroix, Corot, Daubigny und Th. Rousseau. Von Dresden aus geht es weiter nach Brüssel, wo sich Schuch und Hagemeister ein Atelier einrichten. Es wird für ein halbes Jahr zum Ausgangspunkt vieler Reisen nach Antwerpen, Den Haag, Haarlem, Amsterdam, Rotterdam. Besonders beeindruckt ist Schuch von Rembrandt und Vermeer. In einer Kunsthandlung in Den Haag sieht er zum ersten Mal Bilder von Gustave Courbet.

1876 beginnt Schuch, Stilleben zu malen, und er verkauft sein einziges Bild zu Lebzeiten auf der Jubiläumsausstellung des Münchner Kunstgewerbevereins. Anfang November bezieht er für sechs Jahre ein Atelier in Venedig. Er unternimmt in den folgenden Jahren zahlreiche Studienreisen und verbringt die Sommer in der Mark Brandenburg, wo er mit Hagemeister Landschaften malt.

1882 löst er sein Atelier in Venedig auf, geht nach Paris und bezieht ein Atelier in der Rue St. Honoré.

1883/84 wohnt und arbeitet Karl Hagemeister bei Schuch in Paris. Vom Sommer 1886 an begibt sich Schuch sieben Jahre hintereinander an den Saut du Doubs bei Le Locle. Die dort entstehenden Landschaften werden Arnold Gehlen 1960 veranlassen, Schuch neben Cézanne zu stellen. Während der Pariser Jahre erreicht Schuch den Höhepunkt seiner Stillebenmalerei. Er betreibt intensive Studien der französischen Malerei.

1894 kehren Louise Eugéne Lami, die er kurz darauf heiratet, und Carl Schuch wegen dessen fortschreitender Erkrankung nach Wien zurück.

1897 wird Schuch in das Sanatorium von Dr. Svetlin in Wien eingeliefert, wo er sich nach einer vorübergehenden Entlassung bis zu seinem Tod aufhalten wird.

1903 stirbt Carl Schuch am 13. September.