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Von 1850 bis 1856 arbeitet Manet im Atelier des Historienmalers Thomas Couture. Er ergänzt seine Ausbildung durch den Besuch der Academie Suisse, wo er allerdings sehr viel später auch Cézanne kennenlernen wird. 1852 bringt Suzanne Leenhoff den gemeinsamen Sohn Leon Koëlla Leenhoff zur Welt. 1853 unternimmt er eine Italien-Reise und besucht Florenz und Rom. 1856 bezieht Manet sein erstes eigenes Atelier in Paris. Er unternimmt Reisen nach Den Haag, Amsterdam, Dresden, München, Wien, Florenz, Venedig, Rom. 1861 nimmt der Pariser "Salon" mit dem "Spanischen Gitarristen" das erste Bild Manets an. 1862 stirbt sein Vater und hinterläßt dem Künstler ein beträchtliches Vermögen. 1863 werden die von Manet eingereichten Bilder vom "Salon" abgelehnt. Sein "Frühstück im Freien" wird daraufhin im "Salon de Refusès" ausgestellt und provoziert einen Skandal. Am 28. Oktober heiratet er Suzanne Leenhoff. Er beginnt regelmäßig das Café Guerbois zu besuchen, wo er u.a. Nadar, De Nittis, Fantin-Latour, Bazille, Degas, Monet und vielleicht Pissarro kennenlernt. Von 1864 an werden fast jährlich einige seiner Bilder in den "Salon" angenommen. 1865 stellt Manet in der Galerie Martinet neun Gemälde aus; im "Salon" lösen seine Bilder "Verspottung Christi" und die "Olympia" erneut einen Skandal aus. 1866 lernt er Emile Zola kennen, der später seine Biographie schreiben wird. 1867 wird er von der Abteilung für Kunst der Pariser Weltausstellung ausgeschlossen, eine selbstfinanzierte Ausstellung und eine leidenschaftliche Verteidigung seiner Kunst durch Zola sind die Folgen. 1869 lernt er Eva Gonzalès kennen, die seine einzige Schülerin wird. 1870 trägt er ein Duell mit dem Kritiker Duranty aus, letzterer wird leicht verletzt. Manet wird Leutnant der Nationalgarde im Deutsch-Französischen Krieg. 1871 kehrt er mit seiner Familie nach Paris in sein halbzerstörtes Atelier zurück; er findet die Nachricht vor, daß er in die "fédèration des artistes" gewählt worden sei. 1872 , im April, wird in dem von Nadar zur Verfügung gestellten Atelier die Ausstellung der sog. "Impressionisten" eröffnet. Manet nimmt, trotz Einladung, nicht daran teil, weil er den "Salon" als einzig geeigneten Ausstellungsort für einen Künstler betrachtet. 1876 machen sich die ersten Anzeichen seiner Ataxie-Krankheit bemerkbar. 1880 stellt er gleichzeitig mit der 5. Ausstellung der Impressionisten aus; sein mit 25 Gemälden und zwei Lithographien ausgestatteter Katalog lockt viele Besucher an, der Grundtenor der Kritik ist immer noch negativ. 1862 stirbt sein Vater und hinterläßt dem Künstler ein beträchtliches Vermögen. 1881 erhält Manet für die Portraits von Pertuiset und Rochefort vom "Salon" eine weitere Medaille, und er wird zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. 1882 verbringt der Künstler den Sommer in einer Villa in Rueil und malt Stilleben. 1883 ist seine Krankheit
soweit fortgeschritten, daß er seine Bewegungen nicht mehr kontrollieren
kann; am 6. April wird er endgültig bettlägerig. 1884 veranstaltet der Minister für Schöne Künste eine posthume Ausstellung der Bilder Manets in der Ecole des Beaux Arts: 116 Ölgemälde, 31 Pastelle, 20 Aquarelle und Zeichnungen, 12 Lithographien und Stiche werden vom 5. - 28. Januar von 13.000 Besuchern gesehen. |
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