Ausstellung Presse Veranstaltungen Biographien info Anreise Katalog home

Biographien    

 

Paul Cézanne
 (1839 - 1906)

 

Edouard Manet
 (1832 - 1983)

 

Carl Schuch
 (1846 - 1903)

 

Paul Cézanne

Paul Cézanne1839 wird Paul Cézanne am 19. Januar in Aix-en-Provence geboren. Er wächst in wohlhabenden Verhältnissen auf. Während seiner Schulzeit im Collège Bourbon (1852-1858) freundet er sich mit Emile Zola an. Von 1857 bis 1867 nimmt er Zeichenunterricht in der École Spèziale et Gratuite de Dessin.

1861 geht er nach Paris. Seine Versuche, an der École des Beaux-Arts aufgenommen zu werden, scheitern, und er besucht die Académie Suisse, wo er nach dem Modell arbeitet. Hier lernt er Pissarro, Renoir, Sisley und Manet kennen. Im Louvre kopiert er die alten Meister. In diesen Jahren entdeckt er seine Bewunderung für Eugène Delacroix und erhält Anregungen von einer Gruppe junger Maler um Gustave Courbet.

1863 beteiligt er sich mit einem Stilleben am Salon des Refusés.

1864 beginnt eine nahezu jährliche Zurückweisung seiner Arbeiten durch die Jury der Pariser "Salon-Ausstellungen". Cézanne hält sich in den folgenden Jahren hauptsächlich in Paris auf.

1868 Der Maler verbringt den Sommer und den Herbst des Jahres im Süden, wo er erstmals im elterlichen Anwesen "Jas de Bouffan" arbeitet. Mit diesem Gebäude verbindet sich der Beginn seines künstlerischen Schaffens, und hier wird er den größten Teil seines Lebens verbringen.

1869 lernt er seine spätere Ehefrau Hortense Fiquet in Paris kennen. Vor Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges verlassen die beiden die Hauptstadt und ziehen in das Fischerdorf L´Estaque, wo sich Cézanne bis zum Herbst 1871 der Landschaftsmalerei widmet.

1872 wird der gemeinsame Sohn Paul geboren. Im Herbst zieht Cézanne mit seiner Familie nach Pontoise, nordwestlich von Paris, wo er eng mit Pissarro zusammenarbeitet.

1874 kehrt Cézanne nach Paris zurück und ist mit drei Bildern an der ersten Gruppenausstellung der sog. Impressionisten beteiligt. Durch Renoir lernt er den Sammler Victor Chocquet kennen, und er macht Bekanntschaft mit Julien Tanguy, der ihn Jahrzehnte lang unterstützen wird, indem er Bilder gegen Leinwand und Farben abnimmt und Interessierten Werke von Cézanne zeigt und verkauft.

1877 werden in der dritten Impressionisten-Ausstellung 14 seiner Gemälde und drei seiner Aquarelle gezeigt. Cézanne verbringt die folgenden Jahre abwechselnd in Aix, L´Estaque und Paris. Er arbeitet zeitweise mit Pissarro und Renoir zusammen und begegnet Gauguin und Monet.

1882 wird er erstmals mit einem Portrait im "Salon" zugelassen.

1886 erbt Cézanne nach dem Tod seines Vaters ein beachtliches vermögen und ist fortan finanziell unabhängig. Zolas Roman L´Œuvre erscheint. Cézanne erkennt sich in der Romanfigur des an seinen Ansprüchen gescheiterten Malers wieder und bricht den Kontakt zu seinem Jugendfreund ab.

1897 verkauft Cézanne nach dem Tod der Mutter den "Jas de Bouffan", mietet sich eine Wohnung in Aix.

1898 hält er sich zum letzten Mal für längere Zeit in Paris auf. Ambroise Vollard kauft sämtliche Bilder aus Cézannes Pariser Atelier.

In den 90er Jahren wird seine Kunst zunehmend bekannter:

1895 veranstaltet Vollard in seiner Pariser Galerie die erste Einzelausstellung Cézannes.

1897 erwirbt die Berliner Nationalgalerie als erstes Museum eines seiner Gemälde. Cézanne beteiligt sich seit 1899 fast jährlich an den Ausstellungen des "Salon des Indépendants" in Paris. Der Berliner Galerist Ernst Cassirer veranstaltet 1900 und 1904 Cézanne-Ausstellungen in Deutschland.

1902 bezieht Cézanne ein großes Atelier im Norden von Aix.

1904 reist er nach Paris, wo im "Salon d´Automne" 33 seiner Arbeiten in einem eigenen Raum präsentiert werden.

1906 stirbt Paul Cézanne am 23. Oktober in Aix-en-Provence.